Lewitzer Deckstation

Rittergut Harbarnsen

Lewitzer 2021 in Harbarnsen

 

In dieser Decksaison steht der Lewitzer Körsieger der mitteldeutschen

Körung 2014 Rudolphital‘s Oslo T in Harbarnsen.

 

Rudolphital´s Oslo T

 

 

 

 

 

 

 

   

Lewitzer, Rappschecke, *2011  Foto: Volker Hagemeister, Landgestüt Redefin

 

 

WH: 147 cm
Beschreibung:
Oslo war Körsieger der mitteldeutschen Körung 2014! Er hat die Hengstleistungsprüfung im Oktober 2015 mit der Endnote 7,98 erfolgreich abgelegt. Er erhielt dabei für seinen Charakter die Höchstnote 10!

 

Natursprung

Decktaxe: 200 Euro

 

Besitzer: Schimmel- und Scheckenhof Tannhäuser

Fotos unten: Björn Schröder

Körungssieger Oslo T, 2021 Deckhengst auf dem Lewitzer Gestüt Rittergut Harbarnsen

Oslo T ist ein Sohn des Ohaio von Orlando, Ontario II, auf diesen ist er damit dreimal ingezogen. Mütterlicherseits geht er auf Pythagoras, einem Passat Sohn aus einer Vollblut Mutter zurück.

 

Bemerkenswert ist die Ahnentafel von Ontario II, dessen Mutter Satella direkt auf die beiden Lewitzer Begründer Hengste Salto und Poncho zurückzuführen ist. Der Vater von Ontario II, Opal, war ein Deutsches Reitpony, dessen Vater Orcus I eine brillante Araber Ahnenreihe aufweist.

Der Herkunftsort gab den Lewitzschecken ihren Namen: In den 70er-Jahren sammelte eine Gruppe interessierter Pferdezüchter auf dem VE-Gut Lewitz in Mecklenburg-Vorpommern nahe dem Städtchen Neustadt-Glewe einige gescheckte Ponys und begann mit ihnen die Zucht. Die Leitung der Zucht oblag damals Rolf Wullstein. Er und Ulrich Scharfenort, der damalige Direktor des Gutes Lewitz, wollten ein williges, geschecktes Kinderpferdchen für den betrieblichen Nachwuchs züchten. Das VE-Gut Lewitz mit seiner Betriebsgröße von 15.000 ha und einem durchschnittlichen Rindviehbestand von 15.000 Tieren brachte die finanzielle Absicherung zum Aufbau dieser Kleinpferdezucht. Zunächst wurden sieben gescheckte Stuten aus dem Raum Teterow und der Hengst Salto B 385 (Linienbegründer S-Linie) angekauft und eine geordnete Zucht konnte beginnen.

Die gescheckten Ponys waren zunächst in allen Größen von 1,15 m bis 1,48 m anzutreffen, und die Zucht war noch reichlich heterogen. Neben einfarbigen Kleinpferden, teilweise im Reitponytyp, waren auch Haflinger und Shetlandponys im Pedigree zu finden.  Von Anfang an  wurde größter Wert auf  Charakterfestigkeit und Leistungsbereitschaft gelegt. Nach und nach wurde aber auch der Typ einheitlicher und der Name Lewitz-Schecken, nach ihrem neuen Standort benannt, aus der Taufe gehoben. Es entstand ein robustes, mit kräftigem Fundament ausgestattetes Kinderpferdchen, das auch leichte Erwachsene tragen kann. Bald wurden jährliche Turniere und Kinderfeste durchgeführt und die Lewitz-Schecken waren hier ständig der Mittelpunkt der Veranstaltungen. Ob vor dem Wagen, in Springprüfungen oder bei Reiterspielen, überall waren sie anzutreffen. Heute sind die Lewitzer auf vielen Turnierplätzen zu sehen, wo sie erfolgreich in Spring-, Dressur- und Geländeprüfungen starten. Sie gehen sehr gut vor der Kutsche oder sind als Freizeitpartner im Wald anzutreffen. Sie sind inzwischen das ideale Familienpferdchen, zumal mehr und mehr der größere Typ, deutlich über 140 cm, überwiegt. Durch sportliche Erfolge zeichnen sich insbesondere die Nachkommen der Hengste Pinto und Peter I aus, natürlicherweise auch die Söhne und Töchter der Veredlerhengste (u.a. Partner, Loverboy). 

Nach den Anfängen in den 70er-Jahren machte die Zucht schnell Fortschritte und bald fand man die ersten Junghengste auf den staatlichen Körungen in Rostock. Es entwickelten sich regelrechte Hengstdynastien: aus der Anpaarung des Hengstes Salto und der Lewitzer Stammstute Resi fielen die Hengste Satan I bis VIII, von denen Satan V sicherlich der Bedeutendste war. Sein Standort war bis zu seinem Tod Breitenrode (nahe Wolfsburg) bei Frau Elli Reimann. Weit über 200 Fohlen sind von ihm gefallen. Der Linienbegründer Poncho lieferte so bedeutende Beschäler wie Pinto, Passat und Peter I. 

Nach der Wende schien das Ende dieser herrlichen Rasse gekommen zu sein. Das VEGut Lewitz wurde in Privathand verkauft und die meisten Lewitzer in alle Winde verstreut. Bei Paul Schockemöhle steht noch heute ein kleiner Stutenbestand. Es fanden sich jedoch einige engagierte Züchter in verschiedenen Bundesländern, die die verstreuten Stuten sammelten und mit dem Neuaufbau der Zucht begannen. Es bildeten sich hier Interessengemeinschaften von Züchter, die Zucht und Haltung der Lewitzer Schecken bundesweit fördern. Dabei schälen sich zwei unterschiedliche Zuchttendenzen heraus. Zum einem gibt es eine Gruppe von Züchtern die konsequent den alten Lewitzer Typ bevorzugen: Pferde die meist auf Poncho und Salto zurückgehen und eher kleiner sind (130 bis 136 cm) und im Fahrtyp stehen aber auch als Kinderpferdchen geeignet sind und eine zunehmende Zahl von Züchtern die auf eine Vergrößerung (teilweise über 150 cm) und auf eine Ausrichtung als Familien- oder Sportpony setzen. Letztere finden in den Hengsten der A-Linie (Agnus Dei), O-Linie (Ontario), L-Linie (Loverboy) und in den Nachkommen des Hengstes Graveur ihre  Ideal-Lewitzer.

 

Lewitzer Charakterköpfe: Stuten des Rittergutes Harbarnsen

 

Ohio T

 

Orlando

Ontario II

Sandra

 

Perle

Ontario II

Püppi

 

StPrSt Chanell

 

 

Pythagoras

Passat

Garcia xx

 

 StPtSt Celine

Ontario II

Cynthia